Am 12. Mai 2026 haben rund 1.500 Menschen mit Behinderungen vor dem Sächsischen Landtag in Dresden ein deutliches Zeichen gesetzt. Keine Kürzungen bei der Teilhabe und Unterstützung! Auch viele Menschen mit Behinderung und Mitarbeiter der Lebenshilfe Auerbach waren dabei. Wir wollten gemeinsam zeigen: Teilhabe ist ein Menschenrecht. Es darf keine Kürzungen bei Unterstützungs‑Angeboten geben. Es geht auch viele Arbeitsplätze! Viele Menschen haben auf der Bühne erzählt, warum Unterstützung so wichtig ist. Ihre Geschichten haben gezeigt: Jeder Mensch braucht Hilfe, um selbstbestimmt leben zu können. Wir sagen Danke: an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an alle Angehörigen an alle Mitarbeitenden an alle Unterstützerinnen und Unterstützer Ihr habt mit eurer Stimme deutlich gemacht: Wir sind Menschen – keine Kostenfaktoren. Unsere Rechte dürfen nicht gekürzt werden. Gemeinsam bleiben wir stark und setzen uns weiter für echte Teilhabe ein. (Foto: LH Dieter Störr)
12.05. – Internationaler Tag der Pflege
Wir sagen DANKE an alle Menschen, die in der Pflege und Betreuung arbeiten. Ihr helft jeden Tag anderen Menschen. Ihr seid freundlich, geduldig und stark. Ihr macht eure Arbeit mit Herz. Dafür sagen wir: Danke! Ein besonderes Dankeschön an unser gesamtes Lebenshilfe‑Team. Wir sind stolz auf euch. Übrigens, Pflegekräfte in Deutschland müssen aller 7 bis 10 Minuten ihre Tätigkeit unterbrechen müssen. Das bedeutet: permanentes Umschalten zwischen Aufgaben Priorisieren in Echtzeit, oft auch unter Zeitdruck emotionale Präsenz, obwohl die kognitive Last hoch ist Verantwortung für Menschenleben, während gleichzeitig organisatorische Anforderungen reinprasseln Das ist eine Kombination, die in kaum einem anderen Beruf so dicht und so dauerhaft vorkommt. Pflege- und Betreuungskräfte sind also Multitasking-Profis, ohne es so zu nennen. Dafür unser größter Respekt. (Foto: Lebenshilfe)
Mittendrin statt außen vor!
Menschen mit Behinderung brauchen Unterstützung, die sicher ist, die gut ist und die ohne Hindernisse ist. Menschen mit Behinderung (und ihre Familien) können Unterstützung und Teilhabe verlieren. Wir sagen klar: Teilhabe darf nicht vom Geld abhängen. Menschen mit Behinderung, auch bei Pflegebedürftigkeit, dürfen nicht die Verlieren sein, wenn weniger Geld da ist. Keine Kürzungen in der Kinder-und Jugendhilfe sowie Eingliederungshilfe. Wenn Systeme versagen, zahlen Familien! Gleiche Rechte für alle! Bundes-Teilhabe-Gesetz (BTHG) umsetzen! Assistenz macht Teilhabe möglich, so in der Schule oder im Wohnen. Um Aufmerksam zu machen, hat die Lebenshilfe in Sachsen eine DEMO am 12.Mai 2026, ab 12:30 Uhr in Dresden angemeldet. Es werden bis zu 1.500 Menschen aus ganz Sachsen erwartet. Unseren Forderungskatalog möchten wir den Landtagspräsidenten Alexander Dierks und den Landesbeauftragten für Inklusion der Menschen mit Behinderung Michael Welsch übergeben. Es ist uns sehr wichtig, das die Belange der Menschen mit Behinderungen, Kinder und Jugendliche sowie Familien in den Haushaltsverhandlungen mit Berücksichtigung finden! Kommt also gern vorbei- wir freuen uns auf die Unterstützung! (Foto: Lebenshilfe Sachsen)
Gemeinsam für gute Qualität
Wir wollen gute Arbeit machen. Dafür schauen wir genau hin: Was läuft gut? Wo können wir besser werden? Welche Abläufe müssen wir prüfen? Im Leitungsteam (Foto) sprechen wir offen miteinander. So bekommen wir neue Ideen und wichtige Hinweise. Das hilft uns auch bei der Vorbereitung auf die neuen Regeln der DIN ISO 9001 und unserer Klausurtagung im Leitungsteam. Eine Beraterin, Frau Sterzinger, hat uns in einem ganztägigen Leitungs-Workshop, neben den umfangreichen internen QM-Audits, in der vergangenen Woche begleitet. Ein großes Dankeschön an alle Mitarbeitenden. Danke für eure Unterstützung, euren Einsatz und euer tägliches Herzblut. Nur gemeinsam erreichen wir unsere zukünftigen Ziele. (Foto: LH Auerbach, siehe auch Facebook-Beitrag)
Bundesweite Aktionswoche: Ohne Fachkräfte keine Teilhabe
Die fünf Fachverbände für Menschen mit Behinderung und die Bundesarbeitsgemeinschaft Heilerziehungspflege (BAG HEP) starten gemeinsam zu einer bundesweiten Aktionswoche (20.-24. April 2026). In dieser Woche zeigen viele Einrichtungen: Fachkräfte sind wichtig, damit Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf gut unterstützt werden. Dazu gehören zum Beispiel: Heilerziehungspfleger*innen Erzieher*innen Sozialarbeiter*innen Pflegefachpersonen Diese Menschen helfen jeden Tag. Aber: Es gibt zu wenige Fachkräfte. Darum können wichtige Unterstützungen manchmal nicht vollständig stattfinden. Ziel der Aktionswoche Gesellschaftliche Aufmerksamkeit für die Bedeutung dieser Berufe und der wichtige Arbeit der Fachkräfte Zeigen: Teilhabe ist ein Recht für alle Menschen, nicht verhandelbar (Grundsatz UN-Behindertenrechtskonvention) Fachkräftemangel als Gefahr für Teilhabe, Hinweis: Ohne genug Fachkräfte geht es nicht Teilhabe als politische Priorität (Reformüberlegung, Weiterentwicklung des Sozialstaates!) Tarifgebundene Arbeitsbedingungen und eine verlässliche, auskömmliche Refinanzierung Keine Einsparungen in der Eingliederungshilfe – denn: „Teilhabe darf kein Sparposten sein!“ Viele machen mit Fotos und Beiträgen unter dem Hashtag #OhneFachkräfteKeineTeilhabe mit. Neugierig? Einfach mal schauen oder auch auf unserer Homepage unter Jobangebote suchen. Auch wenn die Arbeit nicht immer einfach ist, das tolle Miteinander der Menschen oder ein kleines Lächeln entlohnen oft die vielen Mühen und unterstreichen die wichtige Arbeit der Fachkräfte, aller Akteure. (Quelle: BV Lebenshilfe/BAG HEP)
Frohe Ostern!
Wir wünschen allen ein schönes und sonniges Osterfest. Genießt die freien Tage, habt eine gute Zeit mit euren Familien und Freunden. Vielen Dank für eure Unterstützung und dafür, dass ihr unsere Arbeit begleitet und stärkt. Die Lebenshilfe Auerbach e.V./gGmbH wünscht fröhliche und entspannte Ostertage und einen fleißigen Osterhasen. (Foto: Lebenshilfe Auerbach)
Warum Eltern von Menschen mit Behinderung jetzt handeln sollten
Viele Familien stehen heute unter finanziellem Druck. Auch der Staat spart an vielen Stellen. Für Eltern von Menschen mit Behinderung bedeutet das: Es ist wichtiger denn je, rechtzeitig vorzusorgen. Ein gut geplantes Testament – zum Beispiel ein Behindertentestament – kann helfen, das Kind (auch im Erwachsenenalter) langfristig abzusichern. So bleibt Vermögen geschützt und kann für Dinge genutzt werden, die dem „Kind“ wirklich guttun, seine Lebensqualität verbessern und ohne dass das Sozialamt das Geld wegnehmen kann. Damit alles rechtlich sicher ist, sollten Eltern sich professionell beraten lassen. Eine Notarin / ein Notar oder eine Rechtsanwältin / ein Rechtsanwalt kann erklären, welche Möglichkeiten es gibt und was für die eigene Familie sinnvoll ist. Auch Vereine wie die Lebenshilfe z.B. unser Landesverband in Sachsen (www.lebenshilfe-sachsen.de) kann Kontakte herstellen oder wichtige Tipps und Infos vermitteln. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, aktiv zu werden und die Zukunft des eigenen Kindes zu sichern. (Foto: Lebenshilfe/David Maurer)
Steuer‑Infos für Familien mit behinderten Kindern
Einfach erklärt Es gibt in Deutschland besondere Regeln für Steuern. Diese Regeln helfen Menschen mit Behinderung und ihren Familien. Zum Beispiel: den Behinderten‑Pauschbetrag den Pflege‑Pauschbetrag Der bvkm (Bundesverband für körper‑ und mehrfachbehinderte Menschen) hat dazu ein neues Steuer‑Merkblatt gemacht. Das Merkblatt ist vom Januar 2026. Darin stehen viele Tipps für die Steuer‑Erklärung 2025/2026. Mehr Infos finden Sie hier (z.B. download): Website vom bvkm: www.bvkm.de Website der Lebenshilfe: www.lebenshilfe.de Beide Seiten erklären die Steuer‑Hilfen einfach und gut. (Foto: Lebenshilfe Auerbach)
Ein neues Fahrzeug für unsere Kinder und Jugendlichen
In unserer Wohnstätte „In‑seL“ in Auerbach leben 16 Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung. Sie wohnen in zwei Gruppen zusammen und bekommen bei uns Hilfe, Unterstützung und einen sicheren Alltag. Damit sie überall gut hinkommen, brauchten wir ein neues Fahrzeug. Nach mehr als 12 Jahren zuverlässigem Einsatz musste unser alter Transporter Ende 2025 außer Betrieb genommen werden. Mit dem neuen VW‑Transporter können wir: gemeinsam Ausflüge machen Freizeitangebote besuchen zu Ärzten, Therapien und Ämtern fahren Urlaubsfahrten und besondere Erlebnisse möglich machen So können die Kinder und Jugendlichen mehr erleben, neue Orte entdecken und am Leben in unserer Region teilhaben. Ein großes Dankeschön an die Aktion Mensch, die uns mit ihrem Förderprogramm unterstützt hat. Durch diese Hilfe können wir den Alltag unserer Kinder und Jugendlichen nun noch besser und bunter gestalten. Ebenso herzlichen Dank an das Autohaus Bauer in Rodewisch. (Foto: Lebenshilfe Auerbach/Insel)
Eingliederungshilfe darf nicht gekürzt werden
Die Lebenshilfe in Deutschland warnt: In der Eingliederungshilfe sollen Kosten gesenkt werden. Das könnte für Menschen mit Behinderung Nachteile bringen. Ulla Schmidt (Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe) sagt: Reformen dürfen nicht auf dem Rücken von Menschen mit Behinderung passieren. Die Lebenshilfe findet: Zu viel Bürokratie macht alles teurer und hilft den Menschen nicht. Die Lebenshilfe fordert die Bundesregierung auf, an ihrem Grundsatz festzuhalten: Keine Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Wichtig ist, dass jeder Mensch die Unterstützung bekommt, die er braucht – ohne Pauschalen und ohne Kürzungen. Heute startet die Lebenshilfe daher eine bundesweite Aktion: „Teilhabe ist Menschenrecht“. Weitere Infos unter www.lebenshilfe.de. (Foto: Lebenshilfe/David Maurer)